Ein Seitenverhältnis ist eine einzige Zahl: Breite geteilt durch Höhe. 16:9 ist 1,778, 9:16 ist 0,5625, und ein Quadrat ist 1. Über die Größe sagt es nichts, deshalb sind 1280 mal 720 und 3840 mal 2160 beide 16:9. Alles Weitere hier ist dieselbe Division, angewendet in einer von drei Richtungen.
Um eine fehlende Seite zu ergänzen, multiplizier die vorhandene Seite mit dem Verhältnis in der richtigen Richtung. Höhe ist Breite mal H geteilt durch B, ein 16:9-Rahmen mit 1600 px Breite ist also 900 px hoch. Breite ist Höhe mal B geteilt durch H. Der Rechner setzt die Untergrenze bei einem Pixel, denn ein Rahmen mit einer Nullseite ist kein Rahmen.
Um eine Pixelgröße in ein Verhältnis zu verwandeln, teil beide Seiten durch ihren größten gemeinsamen Teiler. 1920 und 1080 lassen sich beide durch 120 teilen, übrig bleibt 16:9. Die Methode hilft aber nur bei freundlichen Zahlen: Ein Crop von 1920 mal 1004 kürzt sich zu 480:251, und das sagt nichts. Deshalb nennt der Rechner auch das nächstgelegene Standardverhältnis, in diesem Fall etwa 1.85:1, und gibt den Dezimalwert aus.
Pixel sind ganze Zahlen, deshalb muss ein Verhältnis, das nicht glatt aufgeht, gerundet werden, und das Ergebnis liegt einen Bruchteil eines Prozents daneben. Runde einmal am Ende statt bei jedem Schritt, denn zweimal runden summiert den Fehler. Und wenn der Rahmen in einen Video-Encoder geht, runde beide Seiten auf eine gerade Zahl ab: H.264 speichert Farbe auf jeder Achse in halber Auflösung, eine ungerade Seite hat also kein vollständiges Farbsample, und die meisten Encoder lehnen die Datei ab.